TGI – Ein Thema für den Tierarzt

Ein Thema für den Tierarzt – T.G.I (Tiergestützte Interventionen)
Was Tiergestützte Interventionen (T.G.I auch Assisted Interventions, Pet Therapy) sind und warum die Organisation der Interventionen tierärztlichen Rat einbeziehen sollte:
Zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten belegen den psycho-physischen Nutzen, den die verschiedenen tiergestützten Interventionen (T.G.I) mit ihren spezifischen Schwerpunkten – Therapie, Pädagogik, Coaching und Freizeit-Aktivitäten-bringen. T.G.I werden in einigen internationalen Leitlinien definiert. Die Interventionen werden hauptsächlich eingesetzt bei fragilen Personen mit ihren spezifischen, psychologischen und/oder medizinischen Bedürfnissen. Wenn T.G.I. in einem therapeutischen Bereich eingesetzt werden, sprechen wir von Co-Therapien, die in ein spezifisches medizinisches Behandlungsprog uzenten hat sich das Konzept der Krankheitsvorbeugung beim Personal im Gesundheitswesen immer mehr verbreitet, d. h. Interventionen zur Förderung des allgemeinen Wohlbefindens und zur Unterstützung der psychischen Gesundheit im Stress belasteten Beruf, welcher häufig eine hohe Au“szeit aufweist.
Die Thesen über den Nutzen der T.G.I. sind durch neurowissenschaftliche Human- und Comparative– Studien erwiesen. Erst in jüngster Zeit wurde damit begonnen, positive Empathie (Freude, positive Zuneigung, Freude mit anderen teilen) zu erforschen. Das Teilen und Reagieren auf die Freude anderer ist eine wichtige evolutionäre und soziale Funktion sozialer Wesen. In der Vergangenheit wurden eher negative Emotionen und insbesondere Schmerzen analysiert.
Aufgrund ihrer langen Geschichte an der Seite des Menschen werden hauptsächlich Haustiere für T.G.I eingesetzt. Jahrhundert lange Interaktionen mit Menschen haben die kommunikativen Fähigkeiten von Tieren geprägt. Die kognitiven und emotionalen Fähigkeiten der Tiere haben differenzierte Facetten wie tröstendes Verhalten, Ausdruck von sozialer Moral, Suchen nach Partnership, Problem-Solving und Einfühlungsvermögen – wichtigste Bausteine, auf denen die T.G.I beruhen. Der heutige wachsende Wert der eingesetzten Tiere hat ihnen den Status des Co-Therapeuten verliehen.
Tiergestützte Interventionen können Einsatz in vielen Bereichen finden: psychosoziale Fragilität, Störungen im physischen, neuromotorischen, mentalen, psychischen oder kognitiven Bereich oder verschiedene pathologische Abhängigkeiten. Aber auch gesunden Personen, Erwachsenen und Kindern können profitieren, um ihre Lebensqualität zu verbessern, Beschwerden vorzubeugen und/oder Life-skills zu erwerben.
T.G.I werden an vielen Orten durchgeführt: in spezialisierten Gesundheits-Einrichtungen, Wohnheimen, Altersresidenzen, Schulen, Institutionen, Krankenhäusern und kann auch in deren speziell vorbereiteten Außenbereichen organisiert werden.
Tierärzte sind häufig Teil des multidisziplinären Teams der T.G.I mit Ärzten, Therapeuten, Pädagogen, Tierpflegern und anderen Fachleuten, können aber auch als externe Berater bei Projekten auftreten. Ihr Beitrag zu den T.G.I. als Spezialisten sind Tätigkeiten wie:
Stress-Überwachung der eingesetzten Tiere
Überprüfung der individuellen Ruhezeiten bei und nach Interventionseinsätzen
Bewertung der individuellen Verhaltenseignung für T.G.I Einsätze
Gesundheitcheck und Prävention (Klinische Tiervisite)
Vorbeugung von Zoonosen (Protokolle)
Erstellung von Protokollen für den Zugang und Verlassen der Settings
Beratung, Supervision des Paares Händler-Tier (Coatching, Supervision, Ausbildung, Organisation Settings)
Einsatz-Vorschläge für bestimmte T.G.I. Tierführer-Paar (Hunde, Katzen, Kaninchen, Esel und Pferde, andere Haustiere), die sich für spezifische T.G.I eignen
Tierarzt in spezialisierten Einrichtungen, welche Tiere halten.